Wenn Ihre Kinder oder Eltern Kapitalerträge haben

Seit 2009 muss man Kapitalerträge – abgesehen von Sonderfällen – nicht mehr in der Steuererklärung angeben. Wer jedoch Kapitalerträge über 801 Euro (1.602 Euro bei Verheirateten) hat, aber sonst keine hohen Einkünfte, sollte die Kapitalerträge gegenüber dem Finanzamt trotzdem freiwillig erklären.

Dabei kann man nur gewinnen: Liegt der persönliche Steuersatz unter 25 Prozent, wird die von der Bank einbehaltene Kapitalertragsteuer vom Finanzamt ganz oder teilweise erstattet. Ist der persönliche Steuersatz höher als 25 Prozent, bleibt es dennoch bei 25 Prozent. Ein höherer Steuersatz ist ausgeschlossen.

Deshalb: Raten Sie gegebenenfalls auch Ihren Kindern oder Eltern, die Kapitalerträge über den genannten Beträgen haben, diese in der Steuererklärung anzugeben. Aber: Möchte man für diese Steuererklärung einen Steuerberater zu Rate ziehen, sollte man gut überlegen, ob die Erstattung wirklich wahrscheinlich ist, damit man sich nicht eine Steuererstattung von 100 Euro durch ein Honorar von 300 Euro erkauft.

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Martinsried